"So, herzlich willkommen zu 'Consulting'", rief der Prof über das allgemeine Gemurmel hinweg. Ich hatte mich auf eine langweilige Blockveranstaltung vorbereitet. An diesem Donnerstag Abend war war meine Motivationskurve auf einem 4-Tage-Tief. Ich hatte ähnliche Veranstaltungen in Augsburg und Mexiko bereits besucht, habe mich mit dem Thema Beratung auseinandergesetzt und schließlich auch ein Praktikum in einer Unternehmensberatung gemacht. Aber irgendwie schien es der Prof geahnt zu haben, dass sein Publikum zwar aus halbfertigen aber keineswegs verschlossenen Studenten bestand. Wenn es so etwas wie einen graue Uni-Tristesse gibt, dann ist er in dieser Vorlesung zumindest nicht aufgetaucht.
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Samstag, 18. Februar 2012
Mittwoch, 21. September 2011
Wenn Permanenz zum Problem wird
"Das ist das Buch, das wir lesen werden", sagte unsere Französisch-Lehrerin, während sie stolz eine Ausgabe von "Das Phantom der Oper" präsentierte. "Und das gibt es auch als Hörbuch." Und so fing sie an die ersten französischen Begriffe auf das Whiteboard zu schreiben, gemeinsam mit den ersten Aufgaben, die wir bis Mitte Oktober erledigen sollten. "Ihr könnt sie auch gerne per Email einreichen", erklärte sie und schrieb ihre Email auf die rechte obere Ecke des Whiteboards. Und während sie mit französischen Begriffen und vergessen geglaubten Redewendungen um sich warf, verlängerte sich in meinem Kopf der Abstand zwischen Hören und Übersetzen beständig. Nach weiteren 20 Minuten war das Whiteboard vollgeschrieben. Die Lehrerin vom Französischen Institut in Madrid ergriff das Schwamm-artige Gerät, mit dem man Whiteboards wieder sauber kriegt, und fing an zu wischen. Nur leider verschwand das Geschriebene nicht. Das Problem: Über die ganze Zeit hatte die gute Dame mit permanenten Eddingstift geschrieben. Was folgte war eine authentische Lektion über die Anwendung französischer Kraftausdrücke in Alltagssituationen. Das Whiteboard interessierte das wenig. Es war ein für alle mal vollgeschrieben.
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